Wärme und ein offenes Ohr

Jeden Mittwoch verwandeln sich die Pfarrräume der Kirche Sandleiten im 16. Bezirk in eine Wärmestube. Hier können sich Menschen aufhalten und kostenlose Mahlzeiten zu sich nehmen. „Ich bin sehr dankbar, dass es dieses Angebot gibt. Nicht nur wegen des Essens, sondern auch wegen des Kontakts zu anderen Menschen“, sagt Herr Urbanz, der nach einem Unfall arbeitslos wurde und nun Stammgast in der Pfarre ist.

Zahlen und Fakten

12.000 Ehrenamtliche in den Pfarren

davon rund 4.000 hochaktive und

rund 8.000 punktuell Engagierte

auf dem Gebiet der Erzdiözese Wien

14.350 Besuche

an insg. 307 Tagen in den Wärmestuben

3.301 Besuche

in den 17 Klimaoasen

an insgesamt 101 Tagen

594.542 Kilo gerettete Ware

bei Le+O - Lebensmittel und Orientierung

an 30.030 armutsbetroffene Menschen

ausgegeben

In den 35 Wärmestuben finden die Gäste dank des Engagements von rund 850 Ehrenamtlichen immer ein offenes Ohr. Unter ihnen sind wohnungslose Menschen aber auch Pensionist*nnen, die ihr Zuhause nicht ausreichend heizen können. Im vergangenen Winter zählten die Wärmestuben 14.350 Besuche an insgesamt 307 Tagen. Denn: Mitte März konnte das Angebot in einigen Pfarren als Corona Not-Wärmestuben verlängert werden.

„Die pfarrlichen Wärmestuben sind nicht nur Aufenthalts-, sondern auch Begegnungsorte.“

Sommerfrische im Pfarrgarten

Im Sommer rief die Caritas gemeinsam mit zehn Pfarren in Wien und sechs Pfarren in NÖ erstmalig die Klimaoasen ins Leben. Sie sind eine Antwort auf zwei drängende Herausforderungen unserer Zeit: die geöffneten Pfarrinnenhöfe sollen Hitze und Einsamkeit entgegenwirken. Einsamkeit ist ein Thema, das für viele Menschen schon vor Corona ein Problem war. Durch Corona hat sich die Situation noch einmal dramatisch verschlimmert.

 

 

„Wir kommen nur miteinander durch diese Krise – wenn wir uns trotz Körperabstands innerlich nahe bleiben.“

Lieferungen an armutsbetroffene Haushalte

Besonders hoch war auch die Nachfrage nach Lebensmitteln, beim pfarrlichen Projekt Le+O – Lebensmittel und Orientierung, das armutsbetroffene Haushalte mit Lebensmitteln unterstützt. Innerhalb kürzester Zeit wurden zu Beginn der Corona-Krise sechs Not-Ausgabestellen eingerichtet, bei denen Lebensmittelpakete unter freiem Himmel und unter großen Sicherheitsvorkehrungen verteilt wurden. Durch Hauszustellungen konnten auch Risikogruppen versorgt werden. Die vielen Ehrenamtlichen in den Pfarren, die sich täglich auf vielfältige Weise engagieren, machen deutlich: Wir kommen nur miteinander durch diese Krise – wenn wir uns trotz Körperabstands innerlich nahe bleiben.

Pfarren als sozialer Treffpunkt

Dass der Bedarf an Begegnungsmöglichkeiten und Austausch während der Corona-Krise deutlich gestiegen ist, zeigt die große Nachfrage bei zahlreichen Initiativen der Caritas, etwa dem Plaudernetz oder in realen Begegnungsorten wie den Wärmestuben. Und die Pfarren als sozialer Treffpunkt beweisen einmal mehr, dass sie passgenaue Hilfe leisten. Insgesamt haben in Wien und Niederösterreich rund 600 Pfarren einen aktiven pfarrlichen Caritaskreis. Egal ob Sprechstundenhilfe Lebensmittelausgaben oder Besuchsdienste – etwa 4.000 Ehrenamtliche sind regelmäßig tätig, 8.000 weitere Menschen engagieren sich punktuell für Menschen in Not.

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